Frank-Walter Eisenacher (4. Generation)


Frank-Walter Eisenacher, Jahrgang 1955, hatte zunächst eine Ausbildung als Sparkassenkaufmann durchlaufen und anschließend neben seiner Fleischerlehre auch Betriebswirtschaft im heimischen Göttingen studiert. 1983 legte er die Meisterprüfung ab. Bei der Vermarktung seiner Produkte verfolgte Frank-Walter Eisenacher eine neue Strategie. Er konzentrierte sich auf SB-Warenhäuser wie Metro oder Discounter wie Aldi und Penny und gab im Laufe der 1990er Jahre sämtliche Ladengeschäfte auf.

Seine größte Herausforderung bis dahin war jedoch die BSE-Krise 2000/2001, die die gesamte Fleischwirtschaft lahm zu legen drohte. Das Unternehmen erstarrte nicht in Hilflosigkeit, sondern setzte auf Innovationen und investierte in neue Aufschnittsorten und Verpackungstechnologien. Als Vertriebspartner konnte der namenhafte Discounter Aldi gewonnen werden. Das Unternehmen entwickelte für seine wichtigsten Wurstprodukte, der Göttinger Mettwurst, der Göttinger Stracke und dem Göttinger Feldkieker neben der Stückwurst zusätzlich ein Aufschnittsortiment. Dieses Angebotskonzept wurde ein Verkaufsschlager. Nach und nach wurde mehrfach angebaut, Reifekapazitäten erhöht und in moderne Schneid- und Verpackungslinien investiert. Diese positive Entwicklung wurde mitgetragen durch die Einführung des fettarmen Aufschnittsortiments „Wellness-Line“. Fett wurde ersetzt durch Magerfleisch und dem Fettersatzstoff Inulin.

Der Eintritt in den Bio-Markt 2004 gab dem Unternehmen einen weiteren Wachstumsschub. 2009 feierte Börner-Eisenacher sein 125-jähriges Jubiläum.

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